Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist wie ein Korb voller Aktien. Statt auf ein einziges Unternehmen zu wetten, investierst Du auf einen Schlag in Hunderte Firmen weltweit. Das streut Dein Risiko enorm.
🕒 Langfristig denken: Der Markt schwankt. Plane das Geld für mindestens 10-15 Jahre ein, um Krisen auszusitzen.
📉 Kosten minimieren: Achte auf eine niedrige TER (Gesamtkostenquote), idealerweise unter 0,3 % pro Jahr.
🧘♂️ Stur bleiben: Richte einen automatischen Sparplan ein und lass ihn laufen – besonders bei fallenden Kursen!
Sparplan & ETF-Details
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Auszahlphase (Rente)
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Steuern & Kaufkraft
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Eingesetztes Kapital:0 €
Reiner Zinsgewinn:0 €
Endvermögen (Brutto):0 €
Latente Steuer (ca.):0 €
Auszahlung (Netto):0 €
Reale Kaufkraft heute (Netto):0 €
Das ist Dein Endvermögen bereinigt um die Inflation.
🏆 Deine Meilensteine & FIRE-Status
Mathematik unter der Haube
Verwendete Formelzeichen:
$W_t$ : Depotwert in Monat $t$
$r_{pa}$ : Marktrendite p.a.
$\text{TER}$ : Laufende Kosten
$P_t$ : Geldfluss in $t$
$V$ : Vorabpauschale
$\Delta W$ : Jahreswertzuwachs
$i$ : Inflationsrate
$n$ : Anlagedauer (Jahre)
Zinseszins-Berechnung
Die Berechnung erfolgt monatlich nach der iterativen Methode:
Die deutsche Vorabpauschale wird bei thesaurierenden ETFs am Jahresende virtuell vom Depot abgezogen. Sie verringert sich automatisch um geflossene Ausschüttungen:
Diese gezahlten Steuern werden im Hintergrund gespeichert und bei der Schlussberechnung der Kapitalertragsteuer exakt angerechnet.
Wissensdatenbank
Thesaurierend oder Ausschüttend?
Der Rechner simuliert beide Szenarien absolut realitätsgetreu. Bei ausschüttenden ETFs fällt die Steuer sofort am Jahresende auf die Dividende an. Obwohl der verbleibende Betrag reinvestiert wird, bremst dieser ständige "Steuer-Abfluss" den Zinseszinseffekt. Ein thesaurierender ETF ist auf lange Sicht durch den Steuerstundungseffekt mathematisch fast immer im Vorteil.
Warum ist Thesaurierend nicht extrem viel besser als Ausschüttend?
Der Unterschied ist oft geringer als gedacht, aus drei Gründen: 1. Reinvestition: Auch beim Ausschütter werden Dividenden (nach Steuer) im Rechner sofort reinvestiert. 2. Freibetrag: In DE schützt der Freibetrag (1.000 €) frühe Ausschüttungen oft komplett vor Steuern. 3. Vorabpauschale: Der Thesaurierer wird in DE mittlerweile ebenfalls jährlich vorab besteuert. Am Ende schiebt der Thesaurierer zudem einen riesigen Berg unbezahlter Steuern ("Latente Steuer") vor sich her, während der Ausschütter seine Steuern bereits ratenweise abgestottert hat.
Warum wächst mein Depot in der Rente weiter?
Wenn Deine jährliche Entnahme geringer ist als die Zinserträge des restlichen Kapitals im selben Jahr, erzielt Dein Portfolio einen Überschuss. Durch die Inflation holt der Entnahmebedarf die Zinserträge jedoch irgendwann ein – dann beginnt der eigentliche Depotabbau.
Was bedeutet "Reale Kaufkraft heute"?
Eine Million Euro in 40 Jahren ist durch die Inflation nicht mehr so viel wert wie eine Million heute. Dieser Wert rechnet Dein zukünftiges Endvermögen in heutige Preise um, damit Du weißt, welche echte Kaufkraft Dir am Ende zur Verfügung steht.
Was besagt die 4%-Regel?
Die berühmte Trinity-Studie hat gezeigt: Ein Aktien-Portfolio überlebt historische Börsencrashs mit einer extrem hohen Wahrscheinlichkeit, wenn man im ersten Rentenjahr maximal 4 % des Kapitals entnimmt und diesen Betrag danach jährlich nur noch um die Inflation erhöht.
Wie stark wirken sich die Fondskosten (TER) aus?
Extrem! Selbst kleine Gebühren von 1 % fressen durch den fehlenden Zinseszins über 30 bis 40 Jahre oft zehntausende Euro Deines potenziellen Vermögens auf. Achte daher immer auf sehr günstige ETFs (TER unter 0,3 %).
Was ist die Guyton-Klinger-Strategie?
Das ist eine smarte Entnahmestrategie: Fällt das Portfolio in einem Jahr durch einen Börsencrash ins Minus, wird im darauffolgenden Jahr die eigene Rente nicht um die Inflation erhöht. Man "schnallt den Gürtel enger", um das Portfolio zu schonen. So sinkt das Risiko einer Depot-Pleite dramatisch.
Was bedeutet die Monte-Carlo-Simulation und die drei Pfade?
Die Simulation berechnet nicht nur einen starren Verlauf, sondern 100 verschiedene Börsenszenarien mit zufälligen Schwankungen (Volatilität).
Median Pfad (50%): Das wahrscheinlichste mittlere Ergebnis. 50% der Fälle liefen besser, 50% schlechter. Wegen der Schwankungen ist dieser Wert oft etwas niedriger als die rein lineare Rechnung (Volatilitäts-Bremse). Glücks-Pfad (90%): Ein extrem gutes Marktumfeld. Nur 10% der Durchläufe waren noch besser. Pech-Pfad (10%): Ein Szenario mit vielen Crashs. 90% der Fälle liefen besser. Wenn Dein Depot hier überlebt, ist Deine Strategie sehr sicher!
Dieser Rechner stellt keine finanzielle Anlageberatung dar. Alle Berechnungen sind hypothetische Simulationen ohne Gewähr.
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